Bericht „Internetgestützte Planung und Produktion von Magazinen und Katalogen“

Etwas verzögert und ziemlilch spontan runtergerasselt der Bericht vom Donnerstag Abend

 

Ich war auf einer Veranstaltung die sich „Internetgestützte Planung und Produktion von Magazinen und Katalogen“ nannte. Beinahe hätte ich es nicht mehr geschafft, meinen Organizer auf der Arbeit liegengelassen – zurück gehetzt und dann aber hurtig. Naja, ich war nicht der letzte, aber es ging dann doch recht bald los. Der Leiter des Designzentrums eröffnete die Abendveranstaltung und dann übernahmen die Vortragenden. Sie stellten eine web-gestützte Software für die kooperativen Zusammenarbeit bei der Gestaltung und Produktion von Magazinen und Katalogen vor.

 

In der Präsentation wurden die Funktionalitäten an einigen Teilabläufen demonstriert zunächst ging es allerdings um den Background und die Entstehung und Umsetzung der Ideen zu diesem Projekt. Es ging erstmal um die klassischen Probleme bei der üblichen Herangehensweise und den damit verbundenen Schwierigkeiten. Dies waren die Datenflut (zum Beispiel die Unmengen schlecht dokumentierter Bilder/Fotos), der Zeitverlust für die Konvertierung und Sichtung der Daten / unterschiedlichen Formate, sowie Missverständnisse und Kommunikationsprobleme mit den Kunden/Auftraggebern und schließlich lange Wege (die mitunter Entscheidungen verzögern können).

 

Die Zielsetzung war ganz grob umrissen eine unabhängige web-basierte Plattform aufzubauen, die allen Beteiligten Zugang zum laufenden Projekt ermöglicht und visuell nachvollziehbar die Fortschritte bis zum fertigen Magazin oder Katalog in Echtzeit abzubilden. Dadurch sollte maßgeblich Zeit eingespart und die Kosten für Material reduziert bzw. vermieden werden.

 

Die Umsetzung erfolgte in mehreren Phasen, es wurden genaue Ziele festgelegt und Anforderungen definiert, die Programmierung des User-Interface und der Applikation, ein geschlossener Test und Review / Optimierung, Erweiterung.

 

Es mussten die technischen Voraussetzungen und personellen Ressourcen geschaffen werden, zum Beispiel eine stabile Breitbandinternet-Verbindung, Java-Verfügbarkeit und Datendisziplin. Dadurch konnten dann aber alle Prozessbeteiligten an eine virtuelle Werkbank angebunden werden und dort zusammengebracht werden.

 

Die Software wurde in Java realisiert, damit man sie mit einem Standardbrowser verwenden kann und geringe technische Anforderungen gestellt werden. Durch die dezentrale Struktur können alle Arbeitsabläufe eingebunden und die Arbeitsgruppen nach Bedarf skaliert werden.

 

Durch die online-gestützte Produktion ist die Arbeit rationeller machbar, Einsparungspotential kann hierbei bei Material-/Boten- und Personalkosten gesehen werden. Außerdem ist die Kontrolle der Arbeitsfortschritte bzw. die Entstehung / Entwicklung eines Projektes transparenter, durch die Online-Verfügbarkeit der Informationen kann die Produktion beschleunigt werden. Wobei hierzu zu überlegen ist, wie weit diese Produktionstransparenz einen Nutzen bietet oder ob sich Reibungsverluste bemerkbar machen, die die Arbeit behindern können. Also ob die gläserne Art kreativ zu Arbeiten eher ein Fluch oder ein Segen ist ;-).

 

Zum Schluß dieses Teil gab es noch einen Ausblick mit einer Art Beschreibung wie die Zusammenarbeit der eingebundenen Bereiche aussehen und funktionieren kann und einen Blick über den Tellerrand wo die Reise hingehen soll, also was schon konkreter angedacht ist.

 

Im zweiten Teil wurde die ganze theoretische Basis mit Bildern, Eindrücken und Anwendungsbeispielen unterlegt. Anhand einer ausführlichen Vorstellung der Software konnte das ‚Look and Feel‘ * ganz gut vermittelt werden. (* das wollte ich immer schon mal schreiben)

 

Mal wieder eine interessante Anwendung gesehen, auf eine bestimmte Gruppe ausgerichtet und an und für sich, für mich persönlich eigentlich nicht relevant. Dennoch war es sehr interessant und macht immer wieder Spaß seinen Horizont zu erweitern. Man nimmt ja immer ein paar bereichsübergreifende Denkanstöße mit. Wer weiß bei was für Projekten man mal darauf zurückgreifen kann. Man kann sich ja auch immer wieder Gedanken machen, was die möglichen Erfolgsfaktoren bzw. die schlagkräftigsten und stichhaltigsten Argumente sind, oder welche Kritikpunkte herausgestellt wurden (wie wäre e denn das ganze auch für die Produktion von Online-Mags im PDF format zu realisieren? :-)) Ich denke diese Art Veranstaltungen sind gute Gelegenheiten für innovative Leute ihre Ideen oder Projekte zur Diskussion zu stellen. Fazit, hat sich für mich wieder gelohnt.

 

~ von unintendedpurpose - April 21, 2007.

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