Die Bloggerei – zur Sache

Also Bohnenjim

Da ich in meinem entfernteren Mitleser und Bekanntenkreis auch einige Leutchens habe die sich gerne mal mit einem eigenen Blog beschäftigen wollen, schreibe ich mal ein paar Sätze dazu!

Was sind denn überhaupt diese Blogs? An der Frage haben sich schon einige kluge Köpfe die Zähne dran ausgebissen. Eine letztgültige Definition wirst du kaum finden. Nehm einfach was aus dem folgenden was dir entgegenkommt, oder denk dir was eigenes aus welche Funktion dein Blog haben soll.

Weblogs sind umgekehrt chronologisch aufgebaute Webseiten mit regelmäßig (also mindestens etwa einmal die Woche [vielleicht?!]) aktualisierten Inhalten (den Seiten mit den Beiträgen und der Kommentarbereich). Üblicherweise sieht das ganze dann aus wie ein Tagebuch oder ein Journal, in dem die neuesten Einträge auf der „Titelseite“ angezeigt werden (es gibt auch diverse Abwandlungen, dazu vielleicht später). Einige sagen ein Blog, das sind diese Websites mit Katzenbildern [Ironie off] und andere wiederum behaupten Weblogs sind die längsten Kontaktanzeigen die es gibt.

Allein die Vielfalt des Format läßt schon erahnen welche Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten sich für Weblogs (im folgenden nur noch „Blogs“ [Anmerkung: lt. Duden der, das Blog; also männlich oder sächlich]) anbieten. Mitunter sind Blogs auch angeblich aus „Quasi“ Web-Surf Logbüchern entstanden, also Einträge in denen über die betrachteten oder entdeckten, interessanten Sites kurz berichtet und auf die per Link verwiesen wurde(Link-Hubs).

Nun gut, kommen wir zu der thematischen Reichweite, es gibt Blogs die sich mit kuriosen Nischenthemen beschäftigen, ein Fachgebiet behandeln und es gibt allgemeinere Blogs, die einen größeren Themenkreis behandeln. Zum Teil gibt es auch Blogs die nur temporär existieren um zum Beispiel eine Aktion zu koordinieren (Bloggertreffen, Reisen, TV-Serien, etc.). Dann gibt es auch sogenannte Watchblogs die sich mit der kritischen Beobachtung und Analyse einer Institution, Zeitung, Politiker, NGO, Wahlkämpfen befassen. Es gibt auch Blogs die ein bestimmtes Produkt, eine Marke oder eine Firma vertreten, das sind dann die Corporate Blogs die meistens von mehr oder minder professionellen Medien und PR-Menschen betrieben werden, für diese sind wiederum andere Motive und Zielsetzungen ausschlaggebend. Andere Sonderformen sind Audio-Blogs oder eben Audio-Elemente im Blograhmen (ein eigener täglicher Podcast / mobil vom Handy aus erstellte Voice-Beiträge / …), Video-Blogs auf denen jemand im Prinzip seinen eigenen TV-Sender betreibt, bzw. sein eigenes Programm macht. Die große Mehrzahl der Blogs dürfte wohl einige Merkmale stärker, andere weniger stark repräsentieren. Es gibt auch viele Blogprojekte wo nicht nur einer schreibt sondern wo auch Gastautoren mitschreiben können, oder offene Blogs die jedem zugänglich sind.

Die technische Seite habe ich bisher noch gar nicht angeschnitten. Blogs sind eigentlich nichts weiter als CMS (Content Management Systems). Das heißt soviel wie Informations-(wörtlich Inhalte-) Management System, also eine Software – ein Programm das es ermöglicht ohne technische Kenntnisse (Html, PHP) einfach Inhalte im Internet zur Verfügung zu stellen. Von diesen Programmen gibt es verschiedenste, kostenpflichtig und gratis mit verschiedenen Eigenarten, aber alle zum gleichen Zweck: dem Bloggen. Zu nennen wären da die mir geläufigsten – die verbreitetsten weiß ich so gar nicht – also da wäre WordPress, Serendipity und vielleicht noch Live-Journal und Blogger (von Google).

Typischerweise werden am Seitenrand dann in mehreren Spalten noch diverse Elemente mit eingebunden (fast Drag and Drop) zum Beispiel ein Kalender, Kategorien oder eine Tagwolke, ein Beitragsarchiv, vielleicht eine FlickR Fotoshow, die letzen Kommentare oder Beiträge und die „Blogroll“ dieses ist eine Linkliste in der man andere Blogs verlinkt die man selbst liest oder auf die man seine Leser hinweisen möchte.

Also testweise könntest du mal sehen ob du an einem offenen Blog-Projekt teilnehmen kannst, im Zweifelsfall wendest du dich noch mit deinen Fragen an

michael—2006(@)hotmail(.)de

Also Adresse kopieren die Klammern rausnehmen und ab die Post…

 

 

Für den Anfang kann ich erstmal nur ein Blog bei WordPress.com empfehlen. Dazu brauchst du dann noch keinen eigenen Webspace hast aber auch einige Beschränkungen (Upload Limit, keine Anzeigenschaltung, nur bestimmte „Hintergründe“ (Themes) und eine kleine Auswahl an PlugIns (Erweiterungstools).
Wenn du eigenen Webspace hast und dieser die Voraussetzungen erfüllt kannst du auch dort die Software von WordPress.org (freie Version) installieren.

Aber vorher nochmal nachdenken – was will ich eigentlich bloggen, wie soll der Blog heißen, Datenschutz – wenn ich offen schreibe könnten sich dann Arbeitgeber, Family oder Freunde „angepisst“ fühlen, wo zieh ich die Grenze zum privaten (wie weit gehe ich :-))? Außerdem ist es auch eine Sache mit der Anonymität, wenn man herausfinden möchte wer hinter einem Blog steht ist das in rechtlich problematischen Fällen durchaus möglich (je nachdem wie offen man sich darstellt auch einfacher).
Man sollte auch die Tragweite seines Handelns überschätzen können, sonst droht schnell Ärger mit Abmahnungen und Unterlassungserklärungen (Urheberrechte, Postgeheimnis, Wettbewerbsnachteile, Telemediengesetz etc.).
Und wenn du mit einem Blog Geld verdienen willst dann sind da noch Sachen wie Gewerbe anmelden, AGBs (Datenschutzbelehrung) und Impressumspflicht. Dazu ein andernmal mehr 🙂
Dafür braucht es dann aber schon ein paar Leser, das heißt gute Inhalte und so weiter…

~ von unintendedpurpose - Februar 27, 2007.

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